Wohnstätte Gerd-Bonn-Meuser-Haus
Die Entstehung
1983 eröffnete die Lebenshilfe e.V. Düren das heutige Gerd-Bonn-Meuser-Haus in der Malteserstrasse 43. In diesem "Stammhaus" leben 40 erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung in insgesamt zehn Wohngruppen. Modellcharakter hat hierbei die in dem Hause lebende "Kontaktfamilie", aus der ein Partner als Betreuer arbeitet.
Zur Konzeption
Übergeordneter konzeptioneller Grundgedanke bei der Einrichtung des Gerd-Bonn-Meuser-Hauses und den angegliederten Außenwohngruppen ist das Normalisierungsprinzip.
Entsprechend den individuellen Voraussetzungen des Bewohners mit Behinderung gilt es, diesen zu befähigen, den gesamten Bereich des alltäglichen Lebens soweit als möglich selbständig bestimmen und erleben zu können.
Diese Partizipation am gesellschaftlichen Leben und damit die Befriedigung des mitmenschlichen Kontaktbedürfnisses trägt entscheidend dazu bei, jedem Einzelnen die Möglichkeit zu eröffnen, ein größtmögliches Maß an Selbstvertrauen entwickeln zu können.
1990 konnte in der Girbelsrather Strasse 79 eine Außenwohngruppe für neun Personen eingerichtet werden. Die Bewohner dieses Hauses kamen vornehmlich aus der 1988 eingerichteten Trainingsgruppe des Gerd-Bonn-Meuser-Hauses
Die positiven Erfahrungen der Außenwohngruppenform veranlaßten den Verein, ein weiteres Haus zur Verfügung zu stellen. So konnte 1992 ein zweites Haus für acht Personen in der Scharnhorststrasse 41 eingerichtet werden.
Pädagogische Zielsetzung
Die allgemeine Zielsetzung der Normalisierung kann pädagogisch nur durch eine an den persönlichen Fähigkeiten des einzelnen Bewohners ansetzenden Selbständigkeitserziehung umgesetzt werden. Indem ihm größtmögliche Schritte zur "Selbständigkeit" sowohl im lebenspraktischen wie auch im sozialen Bereich eröffnet werden, besteht die Chance zu einer seinen individuellen Voraussetzungen entsprechenden größtmöglichen Persönlichkeitsentfaltung. Die nachfolgend aufgeführten Bereiche werden schwerpunktmäßig gefördert:
- Körper und Gesundheit
- Lebenspraktischer Bereich
- Sprachlicher und motorischer Bereich
- Sozial-emotionaler Bereich
- Freizeitbereich
Aufnahmemodalitäten
Das Gerd-Bonn-Meuser-Haus nimmt als Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung entsprechend dem vorgegebenen Stellenplan des Landschaftsverbandes Rheinland grundsätzlich nur erwachsene Personen mit einer geistigen Behinderung auf.
Bauliche und organisatorische Gegebenheiten, wie auch das Leben in einer Wohngruppe verlangen jedem Bewohner ein gewisses Mindestmaß an lebenspraktischen Fertigkeiten ab. Daraus ist als Aufnahmebedingung eine entweder vorhandene oder durch gezielte Förderung erlernbare relative Selbständigkeit abzuleiten.
Freie Plätze: 1 Außenwohngruppenplatz
Nähere Informationen erteilt die Wohnstättenleitung.
Wohnstätte Gerd-Bonn-Meuser-Haus
Malteserstrasse 43, 52349 Düren
Telefon 0 24 21 / 4 30 81
Leitung: Werner Wollersheim










