Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
Kreisvereinigung Düren
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„Ich bin wirklich sehr selbstständig”

Sabine Eiting an der Zentrale

Sabine Eiting geht gerne zur Arbeit, sehr gerne sogar. Seit einigen Wochen hat sie im Lebenshilfe-Center an der Arnoldsweilerstraße in Düren eine neue Stelle. Vorher hat sie in der Rurtalwerkstätten (RTW) in Stockheim gearbeitet. An der Telefonzentrale. „Ich wollte etwas Neues ausprobieren“, sagt die 48-Jährige. „Einfach einmal gucken, ob ich es außerhalb einer Werkstatt schaffen kann.“ Anfangs hat Sabine Eiting in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe ein Praktikum gemacht, danach hat sie zunächst für ein Jahr einen regulären Außenarbeitsplatz bekommen. Damit ist sie die Dritte, die einen solchen Arbeitsplatz bei der Lebenshilfe hat.

„Wir sind mit unseren drei Mitarbeiterinnen, die vorher in den RTW gearbeitet haben, sehr zufrieden“, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführer Wolfgang Prümm. „Die drei Frauen können uns unterstützen und brauchen selbst im Laufe der Zeit immer weniger Unterstützung. Das passt.“ Prümm überlegt kurz. „Außerdem denke ich immer: Wer soll solche Arbeitsplätze einrichten, wenn wir es nicht tun?“

Sabine Eiting arbeitet im Lebenshilfe-Center an der Zentrale. Sie bedient das Telefon, nimmt Besucher in Empfang und erledigt Botengänge. Unter anderem hilft sie dabei, das Lebenshilfe-Journal zu verteilen. Sie arbeitet von montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags bis 13 Uhr. „Die Arbeit macht mir Spaß“, sagt Sabine Eiting. „Und ich habe schon während des Praktikums gesagt, dass ich eigentlich nicht mehr weg will. Die Kollegen sind nett, und es gefällt mir, dass ich viel mit Menschen zu tun habe.“ Demnächst will die engagierte Frau versuchen, sich erste Computerkenntnisse anzuwenden. „Dann kann ich hier noch besser helfen“, sagt sie.

Schon einmal hat Sabine Eiting eine wichtige Hürde gemeistert. Sie hat es vom Betreuten Wohnen in eine eigene Wohnung geschafft. „Ich bin sehr selbstständig“, sagt sie nicht ohne ein bisschen Stolz in der Stimme. „Und ich hoffe, dass das mit dem Arbeitsplatz auch klappt.“ Wenn nicht, kann Sabine Eiting, die in ihrer Freizeit einen Nähkurs besucht, natürlich jederzeit zurück in die Rurtalwerkstätten. Diese Gewissheit gibt ihr ein Stück Sicherheit. Sicherheit, die sie vielleicht schon bald gar nicht mehr braucht.

 

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