Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
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Prof. Dr. Gerd Ascheid ist neuer Landesvorsitzender


Der neue Vorstand der Lebenshilfe NRW, v.l. Doris Langenkamp, Thorsten Gall, Agi Palm, Prof. Dr. Gerd Ascheid (neuer Landesvorsitzender), Elisabeth Veldhues, Andrea Asch.

 

Die Lebenshilfe NRW hat einen neuen Landesvorsitzenden. Die mehr als 100 Delegierten der 76 nordrhein-westfälischen Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe wählten am Samstag den Aachener Prof. Dr. Gerd Ascheid einstimmig zum neuen Landesvorsitzenden. Notwendig war dies  geworden, weil der bisherige Landesvorsitzende Uwe Schummer MdB, im September 2018 zurückgetreten war.

Ascheid ist Universitätsprofessor an der RWTH Aachen und sowohl im Vorstand der Lebenshilfe Aachen, als auch im Aufsichtsrat der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe Aachen. Er hat einen Sohn mit Down Syndrom, der auch der Grund war, warum er Mitglied der Lebenshilfe wurde. Er war bereits einige Jahre Mitglied im Landesbeirat der Lebenshilfe NRW. „Mir liegt das Thema Arbeit von Menschen mit Behinderung und die Frühforderung am Herzen“, erklärte Ascheid in seiner Vorstellung für das Amt des Landesvorsitzenden.

Einen Gastvortrag hielt am Nachmittag die Landesbehinderten- und Patientenbeauftragte Claudia Middendorf. Sie gab den Delegierten einen kurzen Überblick über ihre Arbeit und streifte dabei Landesbauordnung, Wohn- und Teilhabegesetz, Landesrahmenverhandlungen, das Landesausführungsgesetz zum Bundesteilhabegesetz, Krankenhauspflege und schulische Inklusion. In der Novellierung der Landesbauordnung sieht sie trotz der bestehenden Kritik, Möglichkeiten für die Zukunft. „Ich möchte nicht nur das Beste für NRW erreichen, ich möchte mit NRW bundesweit Vorreiter bei der Barrierefreiheit werden“, sagte sie. Das Wohn- und Teilhabegesetzt möchte Middendorf „mit Leben füllen“ und sich für die „Kurzzeitpflege, besonders für Jugendliche stark machen“. „Ich werde die Abgeordneten des Landtages erinnern, den Betroffenen in den Anhörungen mehr Raum zu geben. Bei der Krankenhauspflege ist mir erst durch meine Arbeit als Beauftragte richtig bewusst geworden, dass es bei der Assistenz für Menschen mit Behinderung im Krankenhaus große Probleme gibt.“ Dies möchte sie gemeinsam mit der Lebenshilfe NRW angehen. Auf die Frage einer Delegierten, ob der letzte Lebensweg von Menschen mit Behinderung in ihrem Fokus steht, gab Middendorf zu, dass diese weniger im Fokus der Hospizvereine und der Palliativmedizin sind. „Wir benötigen generell mehr solcher Plätze, da müssen wir auch die älter werdenden Menschen mit Behinderung stärker berücksichtigen“, so die Beauftragte.

Finanziell konnte der Landesverband 2017 einen kleinen Überschuss von 40.000 Euro erwirtschaften. Noch im Jahr 2016 musste ein Verlust von 90.000 Euro verbucht werden, der unter anderem aus der insolventen Tochtergesellschaft Lebenshilfe Bildung NRW gGmbH entstanden ist. Diese eigenverwaltete Insolvenz konnte Mitte 2018 erfolgreich abgeschlossen werden.

FOTO und Text: Lebenshilfe NRW
 

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