Karnevalsprinzen mit Herz

„Unser Prinzenpaar hat sein Herz an die Lebenshilfe Düren verloren“
Mit dieser herzerwärmenden Aussage wurden wir, allen voran die Bewohner*innen unserer Wohnstätten, von Wino Ulhas, Präsident des Festkomitees Dürener Karneval, am 31. Januar auf dem Dürener Kaiserplatz begrüßt. Das Prinzenpaar hatte zum karnevalistischen Mitsing-Flashmob eingeladen. Eine Premiere, von der niemand wusste, wie sie angenommen wird. Man kann sagen: richtig gut! Rund 600 Menschen waren da, aus Düren und dem Kreis, Angehörige verschiedener Karnevalsvereine, verkleidete Kinder, Leute, die einfach gerne Karneval feiern. Mittendrin feierten, sangen und lachten etliche Menschen mit Unterstützungsbedarf. Das schöne: Es war völlig unbeschwert. Eine Momentaufnahme der gelungenen Inklusion.

Mit dem Motto „M’r fiere gemeinsam, wat wör Fastelovend ohne üch!” geht es den jecken Tollitäten Daniel I. und Ingo II. genau um dieses unbeschwerte Miteinander. Alle sollen gemeinsam die 5. Jahreszeit feiern können, egal mit welcher Einschränkung, Herkunft oder Geschichte.
Die gesamte Session über bringen Daniel und Ingo Rosenow nicht nur ihre Freude, sondern auch ihr Herzensprojekt in die karnevalistischen Sitzungssäle: Für unsere Bewohner*innen unserer Wohnstätte möchten die beiden Prinzen eine Therapieschaukel ermöglichen. Zwischen Schunkeln und Singen werden Pins und Magnete verkauft, der Erlös ist für den Spendenzweck. Eine großartige Idee. „Es gibt ernsthaft keine einzige Veranstaltung, an der die beiden nicht von der Lebenshilfe Düren erzählt haben“, bestätigt auch Kai Ulhas vom Festkomitee. Es ist schön, dass unser Verein und unsere Arbeit auf eine solch fröhliche Weise bekannt(er) gemacht wird.

Spendensammeln ist das eine – vor Ort bei den Menschen aber genauso wichtig. Bereits im Dezember war das Prinzenpaar am Tag der offenen Tür in unserer Heilpädagogischen und Inklusiven Kita Eschfeldmäuse. Ein Besuch in zivil, stattdessen ehrliches Interesse an unserer Arbeit.
Wenig überraschend, dass die beiden auch mitten in der Session zu unseren Klientinnen kamen. Mit Gefolge und dem Kinderprinzen Tom II. marschierten sie kürzlich in der Wohnstätte Merzenicher Straße ein. Trotz enger Räumlichkeiten, konnte dennoch geschunkelt und gesungen werden. Das war eine sehr aufregende Aktion für die Bewohnerinnen. Zu Beginn noch zurückhaltend, tanzten viele am Ende mit, durften auf die große Trommel schlagen und freuten sich einfach, den Beiden in ihren edlen Prinzengewändern nahe sein zu dürfen.

Die Session geht auf ihren Höhepunkt zu. Am Tag der Nubbelverbrennung wird die Spendensumme feierlich bekannt gegeben. Auch wenn die tolle Zeit dann ihr Ende hat – darauf freuen wir uns natürlich und sind schon sehr gespannt.

Nach Karneval wollen wir gemeinsam mit Ingo und Daniel Rosenow die neue Schaukel einweihen – ohne Kostüme, aber sicher mit genauso viel Spaß.